Die Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich SPAZ wurde auf Initiative der Gewerkschaften, MigrantInnenorganisationen und Einzelpersonen gegründet. Sie bietet den in der Region Zürich lebenden MigrantInnen und Flüchtlingen ohne gültigen Aufenthaltsstatus die Möglichkeit, sich in einem geschützten Umfeld zu informieren und im Bedarfsfalle juristisch begleiten zu lassen. Die SPAZ verfügt über ein breites Kontaktnetz zu JuristInnen, ÄrztInnen sowie zu anderen Beratungsstellen und arbeitet eng mit diesen zusammen.
Die SPAZ unterstützt Sans-Papiers, in dem sie:
- allfällige Möglichkeiten der Legalisierung abklärt.
- bei rechtlichen Konflikten mit Arbeitgeber, Vermieter usw. juristische Abklärungen vornimmt und im Bedarfsfalle als Vermittlerin oder Anklägerin auftritt.
- beim Abschluss einer Kranken- und Unfallversicherung die nötigen Vorabklärungen leistet.
- bei einer geplanten Eheschliessung die rechtliche Sachlage abklärt.
- Eltern schulpflichtiger Kinder über die Einschulung informiert.
- bei gesundheitlichen Problemen die Überweisung an einen Vertrauensarzt oder an eine geeignete Einrichtung vornimmt.
Die SPAZ setzt sich dafür ein, dass:
- Sans-Papiers ihre Grundrechte wahrnehmen und sich gegen Ausbeutung zur Wehr setzen können.
- Staat und Öffentlichkeit für das Thema Sans-Papiers und ihre prekäre Lebenssituation sensibilisiert werden.
- Sans-Papiers ungehinderten Zugang zu medizinischen Einrichtung haben.
- die Asyl- und Ausländerpolitik der realen Situation Rechnung trägt und mit pragmatischen Lösungen statt mit Repression und Gesetzesverschärfungen reagiert.